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Glossar – Gesellschaftsrecht, Krise und Sanierung, Arbeitsrecht

Rechtsbegriffe begegnen Ihnen überall: in Verträgen, Bescheiden, Schreiben von Insolvenzverwaltern, Kündigungsschreiben oder Gerichtsdokumenten. Selten werden sie erklärt. Dieses Glossar ändert das.

Hier finden Sie die wichtigsten Begriffe aus dem Insolvenz-, Arbeits- und Gesellschaftsrecht: klar definiert, ohne unnötiges Juristendeutsch, aber mit dem nötigen rechtlichen Tiefgang. Alphabetisch sortiert, direkt abrufbar.

Das Glossar richtet sich an Geschäftsführer, Gesellschafter und Manager, die verstehen wollen, was rechtlich passiert – und nicht nur glauben, was der Berater ihnen sagt.

Hinweis: Dieses Glossar ersetzt keine Rechtsberatung im Einzelfall. Wenn Sie konkrete Fragen zu Ihrer Situation haben, sprechen Sie uns an.

Für einen Blick nur in die Bereiche Gesellschaftsrecht, Arbeitsrecht und Krise und Sanierung folgen Sie den jeweiligen Links.

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  • § 175 InsO – Forderungsanmeldung und Tabelle — §§ 174, 175 InsO sind das Handwerkszeug für Gläubiger: Forderung anmelden, Betrag und Grund angeben, Belege beifügen. Der Verwalter trägt alles in die Tabelle ein,…
  • 13. Gehalt (Jahressonderzahlung) in der Insolvenz und Wohlverhaltensperiode — 13. Gehalt in der WVP – Arbeitseinkommen, grundsätzlich pfändbar. Partieller Schutz nach § 850a Nr. 4 ZPO möglich: bis 500 Euro unpfändbar, wenn das 13.…

A

  • Abfindung — Eine Abfindung ist keine gesetzliche Pflicht – das ist der erste Irrtum, den wir in der Beratung regulär ausgeräumen müssen. Es gibt keinen automatischen Anspruch…
  • Abfindung des Gesellschafters — Wer aus einer GmbH ausscheidet – ob freiwillig oder erzwungen – hat Anspruch auf eine Abfindung. Wie hoch sie ist, bestimmt die Satzung. Was die…
  • Abmahnung — Eine Abmahnung ist kein Bagatell – sie ist die formelle Vorwarnung vor einer verhaltensbedingten Kündigung. Wer eine bekommt, sollte sie ernst nehmen. Wer eine ausspricht,…
  • Abschluss des Insolvenzverfahrens — Abschluss des Verfahrens: Aufhebungsbeschluss nach § 200 InsO. Verbraucherinsolvenz: WVP beginnt. Regelinsolvenz: Ende. Ab Abschluss laufen die Fristen – sechs Monate Portal, drei Jahre SCHUFA.…
  • Absonderungsrecht — Das Absonderungsrecht ist die juristische Art zu sagen: Wer eine Sicherheit hat, kommt zuerst. Banken mit Grundschuld, Gläubiger mit Pfandrecht – die werden aus dem…
  • Abtretung von Geschäftsanteilen — Die Abtretung ist der Übertragungsakt für GmbH-Geschäftsanteile. Sie ist formbedingend – ein Mändlungsgemäßes unter der Hand funktioniert nicht. Form: Die Abtretung muss notariell beurkundet werden…
  • Abtretungserklärung — Wer Restschuldbefreiung will, muss drei Jahre lang den pfändbaren Teil seines Einkommens abtreten – das ist die Abtretungserklärung, und sie ist Teil des Insolvenzantrags. Klingt…
  • Abweisung mangels Masse — Ein Insolvenzverfahren kostet Geld – Gerichts- und Verwaltergebühren. Wenn nicht mal das gedeckt ist, wird der Antrag abgewiesen: mangels Masse. Bei einer GmbH bedeutet das…
  • Agio / Disagio — Agio und Disagio beschreiben den Unterschied zwischen dem Nennwert und dem tatsächlichen Ausgabe- oder Rückzahlungsbetrag eines Wertpapiers oder Anteils. Agio (Aufgeld): Der Ausgabebetrag liegt über…
  • Akzessorietät — Akzessorietät ist eines dieser juristischen Wörter, die schlimmer klingen als sie sind. Gemeint ist: Bestimmte Sicherheiten – wie eine Bürgschaft oder eine Hypothek – sind…
  • Amtsbekannt pfandlos — Amtsbekannt pfandlos – kurz: Das Gericht weiß es schon. Mehrere erfolglose Vollstreckungsversuche, mehrere Unpfändbarkeitsbescheinigungen, kein Vermögen aufzutreiben. Diese Vorgeschichte erleichtert Gläubigern erheblich die Antragstellung, weil…
  • Angemessenes Dienstverhältnis — Selbständige zahlen nicht das, was übrig bleibt – sondern das, was ein vergleichbarer Angestellter als pfändbares Einkommen hätte. Wer sich darunter hält, riskiert die Restschuldbefreiung.…
  • Anrechnung Gewerbesteuer (§ 35 EStG) — Personengesellschaften zahlen Gewerbesteuer – und die Gesellschafter sollen dadurch nicht doppelt belastet werden. § 35 EStG schafft einen pauschalen Ausgleich. Mechanismus: Der Gewerbesteuer-Messbetrag des Unternehmens…
  • Anrechnung Kapitalertragsteuer — Die Kapitalertragsteuer ist eine Quellensteuer – sie wird an der Quelle einbehalten. Aber sie ist keine endgültige Belastung, wenn der Empfänger der Leistung der normalen…
  • Arbeitszeugnis — Das Arbeitszeugnis ist Pflicht – jeder Arbeitnehmer hat bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses Anspruch auf ein schriftliches Zeugnis. Der Anspruch verjährt nach drei Jahren. Es gibt…
  • Asset Deal — Beim Asset Deal werden nicht Anteile an einer Gesellschaft gekauft, sondern einzelne Vermögenswerte: Maschinen, Grundstücke, Verträge, Marken, Forderungen – was auch immer der Käufer haben…
  • Aufhebungsvertrag — Der Aufhebungsvertrag ist die einvernehmliche Beendigung des Arbeitsverhältnisses – und für Arbeitgeber oft der bequemste Weg. Für Arbeitnehmer ist er das, was er ist: ein…
  • Auskunftsrecht des Gesellschafters — Jeder Gesellschafter hat das Recht, sich über die Angelegenheiten der Gesellschaft zu informieren. Das ist nicht nur ein Soft Right – es ist ein einklagbares…
  • Aussonderungsrecht — Das Aussonderungsrecht ist im Grunde simpel: Was nicht dem Schuldner gehört, gehört nicht in die Insolvenzmasse. Punkt. Wer als Eigentümer einer Sache nachweisen kann, dass…
  • Austauschpfändung — Austauschpfändung bedeutet: Das Fahrzeug ist grundsätzlich geschützt – aber nicht unbegrenzt. Wer einen 50.000-Euro-SUV fährt und behauptet, er brauche ihn für die Arbeit, muss damit…

B

  • Bankrott — Bankrott klingt nach Insolvenz – ist es aber rechtlich nicht. Im Strafrecht ist Bankrott ein eigener Tatbestand (§ 283 StGB): Wer in der Krise Vermögen…
  • Bargeschäft (§ 142 InsO) — Das Bargeschäft ist das Schutzschild gegen die Insolvenzanfechtung – wenn man es richtig eingesetzt hat. Leistung gegen sofortige gleichwertige Gegenleistung: Die Masse wird nicht verkürzt,…
  • Befristeter Arbeitsvertrag — Befristete Arbeitsverträge sind im deutschen Recht streng reguliert – strenger als viele Arbeitgeber ahnen. Wer ohne sachlichen Grund befristet, kann das nur einmal und nur…
  • Beginn der Wohlverhaltensperiode — Beginn der WVP: nicht mit Eröffnung, nicht mit Antragstellung – sondern mit Verfahrensaufhebung nach § 200 InsO. Erst dann laufen die drei Jahre. Bei masseloser…
  • Beratungshilfe — Wer sich keinen Anwalt leisten kann, hat trotzdem Anspruch auf Rechtsberatung – über die staatliche Beratungshilfe. Eigenanteil: 15 Euro. Den Rest zahlt der Staat. Klingt…
  • Bescheinigung über das Scheitern des Schuldenbereinigungsversuchs — Kein Insolvenzantrag ohne Bescheinigung. Das ist die Regel. Die Bescheinigung über das Scheitern des außergerichtlichen Schuldenbereinigungsversuchs ist die Eintrittskarte ins Verbraucherinsolvenzverfahren – ausgestellt von einem…
  • Beschwerde (Insolvenzrecht) — Nicht jede Entscheidung des Insolvenzgerichts muss hingenommen werden. Das Gesetz sieht die sofortige Beschwerde vor – zwei Wochen Frist, dann ist der Zug abgefahren. Das…
  • Besteuerung der KG — Die Kommanditgesellschaft ist steuerlich transparent – die KG selbst zahlt keine Einkommensteuer. Die Gewinne werden den Gesellschaftern zugerechnet und bei diesen versteuert. Komplementär vs. Kommanditist:…
  • Betriebsaufspaltung — Die Betriebsaufspaltung ist ein häufig genutztes Gestaltungsmodell – und ein regelmäßiger Streitpunkt mit dem Finanzamt. Struktur: Eine Besitzgesellschaft (oft eine Personengesellschaft oder Einzelperson) hält die…
  • Betriebsbedingte Kündigung — Die betriebsbedingte Kündigung ist die häufigste Kündigungsform im deutschen Arbeitsrecht – und gleichzeitig die am häufigsten angreifbare. Denn die formalen Anforderungen sind hoch. Drei Voraussetzungen…
  • Betriebsrat — Der Betriebsrat ist kein Feind des Unternehmens – auch wenn er sich gelegentlich so anfühlt. Er ist das gesetzlich vorgesehene Gegengewicht zur Arbeitgeberseite in Betrieben…
  • Bonität — Bonität ist die Kurzformel für: Zahlt der das auch wirklich zurück? Banken, Lieferanten und Geschäftspartner stellen diese Frage, bevor sie sich auf jemanden einlassen. Bei…
  • Bundesamt für Justiz (BfJ) — Das Bundesamt für Justiz ist eine Behörde im Geschäftsbereich des Bundesjustizministeriums. Es ist zuständig für die Überwachung der Offenlegungspflichten von Kapitalgesellschaften – und für die…
  • Bürgergeld und Insolvenz — Bürgergeld in der Insolvenz: unpfändbar, gehört nicht zur Masse, kein Abführen. Aber Erwerbsobliegenheit nach § 295 InsO bleibt. Wer Bürgergeld bezieht und nicht nachweislich Arbeit…

C

  • Change of Control — Change of Control – kurz CoC – bezeichnet den Wechsel der Kontrolle über eine Gesellschaft. Das klingt neutral. Es ist es nicht: CoC-Klauseln in Verträgen…
  • COMI (Centre of Main Interests) — COMI ist die EU-Antwort auf die Frage: Welches Land ist zuständig? Wer seinen Lebensmittelpunkt oder Geschäftssitz in Deutschland hat, bekommt das deutsche Insolvenzverfahren. Wer ihn…
  • COMI-Shopping — COMI-Shopping ist der Versuch, das Insolvenzrecht eines anderen EU-Staates zu nutzen – durch Verlagerung des Lebensmittelpunkts oder Firmensitzes. Früher war England das bevorzugte Ziel: schnelle…
  • Corporate Housekeeping — Corporate Housekeeping ist die laufende gesellschaftsrechtliche Pflege einer GmbH. Es klingt nach Verwaltung. Es ist Risikoprävention. Was dazu gehört: Gesellschafterliste aktuell halten und zum Handelsregister…

D

  • D&O-Versicherung — Die D&O-Versicherung – Directors & Officers – ist die Haftpflichtversicherung für Geschäftsführer und Vorstände. Sie zahlt, wenn das Management wegen Pflichtverletzungen in Anspruch genommen wird.…
  • Das fallende Messer — "Greife nie in ein fallendes Messer" – dieser Satz kommt aus dem Aktienhandel und beschreibt die Gefahr, in einen anhaltenden Wertverfall einzusteigen, bevor der Boden…
  • Dauerhafte Beseitigung der Zahlungsunfähigkeit — Die dauerhafte Beseitigung der Zahlungsunfähigkeit ist der einzige legale Ausweg aus der Antragspflicht – aber er ist schmal. Drei Wochen, vollständige Schließung der Lücke, mit…
  • Deadlock-Klausel — Ein Deadlock liegt vor, wenn die Gesellschafter sich nicht einigen können und die GmbH handlungsunfähig ist. Klassisch: zwei Gesellschafter, je 50%, zerstritten. Kein Beschluss möglich.…
  • Drag-along / Tag-along — Drag-along und Tag-along sind Mitnahmerechte bei Unternehmensverkäufen – und sie funktionieren in entgegengesetzte Richtungen. Drag-along (Mitziehrecht): Der Mehrheitsgesellschafter kann die Minderheit zwingen, ihre Anteile ebenfalls…
  • Drohende Zahlungsunfähigkeit — Drohende Zahlungsunfähigkeit ist der Insolvenzgrund, den viele nicht kennen – dabei ist er einer der wertvollsten. Wer absieht, dass er in absehbarer Zeit nicht mehr…
  • Drohende Zahlungsunfähigkeit, Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung im Vergleich — Drei Gründe, drei verschiedene Konsequenzen. Zahlungsunfähigkeit: klassisch, häufigste, sofortige Antragspflicht für Geschäftsführer. Drohende Zahlungsunfähigkeit: der strategische Grund – nur der Schuldner darf ihn nutzen, und…
  • Dualität des Geschäftsführers — Der Geschäftsführer lebt in zwei Rechtsverhältnissen gleichzeitig – und wer das nicht versteht, verliert im Konflikt. Ebene 1: Organstellung (GmbH-Recht). Die Bestellung macht jemanden zum…
  • Due Diligence — Due Diligence ist die systematische Prüfung eines Unternehmens vor dem Kauf. Sie ist keine Option – sie ist Pflicht. Wer ohne Due Diligence kauft, kauft…

E

  • Earn-out — Der Earn-out ist eine Kaufpreisklausel: Ein Teil des Kaufpreises wird erst später gezahlt – abhängig davon, wie das Unternehmen nach dem Kauf performt. Die Logik:…
  • Eidesstattliche Versicherung (Insolvenzrecht) — Das Gericht kann verlangen, dass der Schuldner seine Vermögensangaben eidesstattlich versichert. Wer lügt: strafbar nach § 156 StGB. Wer sich weigert: Beugehaft. Beides ist keine…
  • Eigenantrag (Insolvenzantrag) — Der Eigenantrag ist der selbstbestimmte Schritt in das Verfahren. Du stellst ihn, du steuerst den Zeitpunkt, du verbindest ihn direkt mit dem Antrag auf Restschuldbefreiung.…
  • Eigentumsvorbehalt — Eigentumsvorbehalt ist Standardpraxis im Geschäftsverkehr: Wer Ware liefert, ohne sofort Geld zu sehen, behält das Eigentum bis zur vollständigen Zahlung. Im Insolvenzfall des Käufers ist…
  • Eigenverwaltung — Eigenverwaltung bedeutet: Das Management bleibt. Kein externer Verwalter, stattdessen ein Sachwalter der überwacht. Das klingt gut – und ist es auch, wenn man es richtig…
  • Eingehungsbetrug in der Krise — Eingehungsbetrug ist das, was passiert, wenn jemand in der Krise weiter Verträge schließt, obwohl er weiß: Zahlen werde ich nicht können. Strafbar nach § 263…
  • Einkunftsarten nach EStG — Das deutsche Einkommensteuerrecht kennt sieben Einkunftsarten. Welche Einkunftsart vorliegt, entscheidet über Steuersatz, Abzugsmöglichkeiten und Verlustverrechnung. Die sieben Einkunftsarten: (1) Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft. (2)…
  • Einziehung von Geschäftsanteilen — Die Einziehung ist der gesellschaftsrechtliche Rauswurf. Ein Geschäftsanteil wird vernichtet – der Gesellschafter scheidet aus, erhält aber eine Abfindung. Voraussetzung: Die Satzung muss die Einziehung…
  • Elternzeit — Elternzeit ist ein gesetzlicher Anspruch – kein Entgegenkommen des Arbeitgebers. Jeder Arbeitnehmer, der mit einem Kind zusammenlebt und es selbst betreut, kann Elternzeit nehmen. Bis…
  • Entgeltfortzahlung — Wer krank ist, bekommt sechs Wochen lang sein Gehalt weiter – das ist Entgeltfortzahlung. Das klingt selbstverständlich, hat aber eine Reihe von Bedingungen und Fallstricken…
  • Enthaftung des Geschäftsführers — Enthaftung ist kein Zauberwort – aber es gibt Möglichkeiten, die persönliche Haftung des Geschäftsführers zu reduzieren oder auszuschließen. Wer sie nicht nutzt, haftet auf Vorrat.…
  • Erbausschlagung in der Insolvenz — Erbausschlagung in der Insolvenz – sechs Wochen Frist, sonst gilt das Erbe als angenommen. Ausgeschlagen: weder dir noch dem Treuhänder. Klingt einfach – ist es…
  • Erbregelung in der Satzung — Was passiert mit GmbH-Anteilen wenn ein Gesellschafter stirbt? Ohne Satzungsregelung: Sie fallen in den Nachlass und werden Teil der Erbengemeinschaft. Das ist fast immer ein…
  • Erbschaft in der Insolvenz — Erbschaft während der Insolvenz: juristisch heikel. Im laufenden Verfahren alles in die Masse. In der Wohlverhaltensperiode: Hälfte an den Treuhänder. Ausschlagen möglich – aber manchmal…
  • Eröffnet oder vorläufig – der Unterschied — Antrag gestellt – das ist nicht dasselbe wie Verfahren eröffnet. Dazwischen liegt die vorläufige Phase: Das Gericht prüft, sichert, bestellt ggf. schon einen vorläufigen Verwalter.…
  • Eröffnung des Insolvenzverfahrens — Ein Insolvenzverfahren eröffnet das Gericht nicht einfach so – es braucht einen Antrag und einen anerkannten Eröffnungsgrund: Zahlungsunfähigkeit, drohende Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung. Gläubiger können ebenfalls…
  • Eröffnungsbeschluss — Mit dem Eröffnungsbeschluss ist es offiziell: Das Insolvenzverfahren läuft. Das Gericht setzt Uhrzeit und Datum fest, benennt den Insolvenzverwalter und macht den Beschluss öffentlich. Aus…
  • Ersatzaussonderung — Manchmal ist eine Sache, die eigentlich zurückgegeben werden müsste, schon weg – weil der Insolvenzverwalter sie verkauft hat. In dem Fall greift die Ersatzaussonderung: Statt…
  • Erwerbsobliegenheit — Wer Restschuldbefreiung will, muss arbeiten oder sich nachweislich bemühen. Keine zumutbare Stelle ablehnen, Bemühungen dokumentieren. Wer nichts tut, bietet Gläubigern eine Angriffsfläche. Die Versagung der…
  • Existenzvernichtungshaftung — Die Existenzvernichtungshaftung ist die Antwort des BGH auf die Frage: Was passiert, wenn ein Gesellschafter die GmbH systematisch ausplündert? Grundsatz: Die GmbH haftet beschränkt. Gesellschafter…

F

  • Feststellung von Forderungen aus unerlaubter Handlung im Insolvenzverfahren — Als Gläubiger einer Deliktsschuld muss man aktiv werden – und das in zwei Schritten. Erstens: Forderung anmelden und dabei die vorsätzliche unerlaubte Handlung ausdrücklich benennen.…
  • Firmeninsolvenz — 'Firmeninsolvenz' klingt nach dem Ende – muss es aber nicht sein. Das Gesetz kennt diesen Begriff nicht, aber es kennt Wege: Regelinsolvenz, Eigenverwaltung, Insolvenzplan. Wer…
  • Forderung (Insolvenzrecht) — Im Insolvenzrecht ist nicht jede Forderung gleich. Die Hierarchie entscheidet: Masseverbindlichkeiten zuerst, dann Insolvenzforderungen nach Quote, dann nachrangige Forderungen – die in der Praxis fast…
  • Forderungen aus unerlaubter Handlung (§ 302 InsO) — Restschuldbefreiung bedeutet nicht: alles weg. § 302 InsO listet die Ausnahmen. Ganz oben: Forderungen aus vorsätzlicher unerlaubter Handlung. Wer also jemandem absichtlich geschadet hat –…
  • Forderungsabtretung (Zession) — Forderungsabtretung: Das Recht, Geld zu bekommen, wechselt den Eigentümer – ohne dass der Schuldner mitredet. Im Insolvenzrecht ist das ein kritischer Punkt: Wer hat die…
  • Forderungsanmeldung bis zur Schlussverteilung — Wer die Anmeldefrist verpasst, ist nicht automatisch raus – aber zahlt den Preis dafür. Nachträgliche Anmeldung bis zur Schlussverteilung ist möglich, kostet aber einen eigenen…
  • Forderungsfeststellung — Forderungsfeststellung ist der Durchgang vom Antrag zur gesicherten Position. Nicht bestritten – festgestellt – Tabellenwirkung. Bestritten – Klage – Aufwand. Für Gläubiger gilt: Vollständig anmelden,…
  • Formwechsel — Beim Formwechsel ändert eine Gesellschaft ihre Rechtsform – ohne Auflösung, ohne Liquidation, ohne Übertragung. Die Identität der Gesellschaft bleibt erhalten. Typische Konstellationen: GmbH wird AG…
  • Forum Hopping — Forum Hopping ist der kleine Bruder des COMI-Shoppings – aber auf nationalem Terrain. Wer seinen Firmensitz kurz vor dem Antrag in einen anderen Gerichtsbezirk verlegt,…
  • Fremdantrag (Gläubigerinsolvenzantrag) — Ein Gläubiger stellt den Antrag – das ist der Fremdantrag. Für den Schuldner ist das ein Weckruf mit Countdown. Denn: Das Gericht gibt ihm Gelegenheit…
  • Friends & Family in der Insolvenzanfechtung (§ 138 InsO) — Friends & Family in der Insolvenzanfechtung – das klingt familiär, ist aber eine Anfechtungsfalle. § 138 InsO zieht den Kreis der nahestehenden Personen weit: Ehepartner,…

G

  • Gehaltsabtretung — Gehaltsabtretung – der Gläubiger sichert sich direkt am Lohn. Bis zur Pfändungsfreigrenze möglich, darüber nicht. Mit Insolvenzantrag und Abtretungserklärung nach § 287 InsO ist die…
  • Generalbevollmächtigter — Der Generalbevollmächtigte ist das Schweizer Taschenmesser der Unternehmensvertretung – breite Vollmacht, schnelle Einsatzfähigkeit. In der Krisenphase vor Antragstellung nützlich, wenn die Geschäftsführung handlungsunfähig oder abgezogen…
  • Genossenschaftsregister — Das Genossenschaftsregister ist das amtliche Verzeichnis aller eingetragenen Genossenschaften (eG) in Deutschland. Es wird wie das Handelsregister beim zuständigen Amtsgericht geführt. Was eingetragen wird: Name…
  • Gerichtsvollzieher — Der Gerichtsvollzieher vollstreckt – das ist sein Job. Titel in der Hand, Auftrag erteilt, er kommt. Im Insolvenzkontext hat sein Besuch eine doppelte Bedeutung: Findet…
  • Gerichtsvollzieher — Der Gerichtsvollzieher vollstreckt – Punkt. Er kommt, wenn ein Gläubiger einen Titel hat und sein Geld sehen will. Was viele nicht wissen: Wenn nichts zu…
  • Geschäftsführerbestellung — Kein Geschäftsführer ohne Bestellungsakt. Die Bestellung ist der gesellschaftsrechtliche Akt, der jemanden zum Organ der GmbH macht. Davon zu trennen ist der Anstellungsvertrag – das…
  • Geschäftsführerhaftung — Der Geschäftsführer haftet persönlich. Die GmbH schirmt ihn nicht ab – jedenfalls nicht vollständig. Wer das nicht weiß, lebt gefährlich. Drei Haftungsfelder dominieren die Praxis:…
  • Geschäftsführervertrag — Der Geschäftsführervertrag ist das schuldrechtliche Rückgrat der GF-Stellung. Bestellung und Vertrag sind zwei verschiedene Dinge – wer das nicht weiß, verliert im Konflikt. Der Vertrag…
  • Gesellschafterausschluss — Einen Gesellschafter aus der GmbH zu drängen ist schwerer als viele denken – und leichter als viele befürchten. Es kommt auf die Satzung an. Zwei…
  • Gesellschafterbeschluss — Beschlüsse der Gesellschafterversammlung sind das wichtigste Steuerungsinstrument der GmbH. Wer sie nicht dokumentiert, hat im Streit ein Problem. Einfache Mehrheit genügt für die meisten Beschlüsse…
  • Gesellschafterdarlehen — Ein Gesellschafterdarlehen in der Krise ist fast immer verloren. Das ist keine Meinung – das ist Gesetz. § 39 InsO: Gesellschafterdarlehen sind im Insolvenzverfahren nachrangig.…
  • Gesellschafterliste — Die Gesellschafterliste ist das offizielle Verzeichnis aller Gesellschafter einer GmbH – mit Namen, Anschriften, Beteiligungshöhe und Geschäftsanteilsnummern. Sie liegt beim Handelsregister und ist öffentlich einsehbar.…
  • Gesellschafterversammlung — Die Gesellschafterversammlung ist das oberste Organ der GmbH. Was hier beschlossen wird, bindet die Geschäftsführung – nicht umgekehrt. Mindestens einmal jährlich muss eine ordentliche Gesellschafterversammlung…
  • Gewerbesteuer — Die Gewerbesteuer ist eine Gemeindesteuer – sie fließt an die Gemeinde, in der das Unternehmen seinen Sitz hat. Jedes gewerbliche Unternehmen zahlt sie, Personengesellschaften und…
  • Gewinnentnahme — Gesellschafter einer GmbH haben Anspruch auf ihren Anteil am Gewinn – aber erst nach einem Gesellschafterbeschluss über die Gewinnverteilung. Der Ablauf: Jahresabschluss erstellen, Gesellschafterversammlung, Beschluss…
  • Gläubigerausschuss — Der Gläubigerausschuss ist das Kontrollorgan im Hintergrund – kleiner als die Gläubigerversammlung, aber nicht weniger einflussreich. Wer hier sitzt, hat echten Einfluss auf den Verfahrensverlauf.…
  • Gläubigerbegünstigung — Gläubigerbegünstigung ist der strafrechtliche Zwilling der zivilrechtlichen Insolvenzanfechtung. Wer in der Krise bestimmte Gläubiger bevorzugt – die Hausbank, den Gesellschafter, den befreundeten Lieferanten – und…
  • Gläubigerbenachteiligung — Gläubigerbenachteiligung ist das juristische Stichwort für: Du hast kurz vor der Insolvenz noch Dinge getan, die bestimmten Leuten nutzen und der Gläubigergemeinschaft schaden. Der Insolvenzverwalter…
  • Gläubigerversammlung — In der Gläubigerversammlung sitzt die Macht. Alle Gläubiger kommen zusammen, das Gericht leitet die Sitzung, und es werden echte Entscheidungen getroffen – über Verwertung, Insolvenzplan,…
  • Gleichbehandlungsgrundsatz — Der arbeitsrechtliche Gleichbehandlungsgrundsatz verbietet dem Arbeitgeber, einzelne Arbeitnehmer ohne sachlichen Grund schlechter zu stellen als vergleichbare Kollegen. Er gilt nicht nur bei der Vergütung, sondern…
  • GmbH-Gründung — Eine GmbH gründen ist kein Hexenwerk. Aber wer es falsch macht, zahlt doppelt – spätestens wenn die Satzung nicht passt oder das Stammkapital nicht stimmt.…
  • Good Leaver / Bad Leaver — Good Leaver oder Bad Leaver – diese Unterscheidung entscheidet darüber, zu welchem Preis ein ausscheidender Gesellschafter seine Anteile abgeben muss. Good Leaver: Wer aus Gründen…
  • Grundbuch — Das Grundbuch ist das amtliche Register für Grundstücke und Grundstücksrechte – eingeteilt nach Grundbüchern der Amtsgerichte. Es dokumentiert Eigentum, Belastungen und Rechte an Grundstücken. Aufbau:…

H

  • Haftung des Arbeitnehmers — Arbeitnehmer haften für Schäden, die sie bei der Arbeit verursachen – aber nicht unbegrenzt. Das ist der entscheidende Unterschied zum allgemeinen Schadensersatzrecht: Im Arbeitsrecht gibt…
  • Haftungsdurchgriff — Die GmbH haftet mit ihrem Vermögen. Die Gesellschafter haften nicht – das ist das Grundprinzip. Der Haftungsdurchgriff ist die Ausnahme von diesem Prinzip. Durchgriffshaftung bedeutet:…
  • Handelsregister — Das Handelsregister ist das öffentliche Verzeichnis aller Kaufleute und Handelsgesellschaften in Deutschland. Es wird beim zuständigen Amtsgericht geführt – seit 2007 elektronisch und online abrufbar.…
  • Holding — Eine Holding ist eine Gesellschaft, die Anteile an anderen Gesellschaften hält – und nichts anderes tut. Sie ist kein eigenständiger Rechtstyp, sondern eine Funktion: Dachgesellschaft,…

I

  • Inkasso und Inkassounternehmen — Inkasso: private Forderungseinziehung, keine staatliche Macht, keine Vollstreckungsbefugnis. Gebühren gesetzlich begrenzt – viele Schreiben enthalten überhöhte Forderungen. Ab Insolvenzeröffnung: Forderungsanmeldung beim Treuhänder, Direktkontakt unzulässig. Wer…
  • Insolvenz und Arbeitgeber — Kündigung wegen Insolvenz: grundsätzlich unwirksam. Kein anerkannter Kündigungsgrund. Arbeitgeber erfährt es durch den PfÜB des Treuhänders – das lässt sich nicht vermeiden. Keine allgemeine Anzeigepflicht.…
  • Insolvenzanfechtung — Insolvenzanfechtung ist die rechtliche Zeitmaschine des Insolvenzverwalters – er greift zurück, holt sich, was weggegeben wurde, und führt es der Masse zu. Bis zu zehn…
  • Insolvenzbekanntmachungen — Insolvenzbekanntmachungen: öffentlich, bundesweit, auf insolvenzbekanntmachungen.de. Eröffnung, Termine, Abschluss – alles dort. Sechs Monate Speicherfrist, dann automatische Löschung. SCHUFA liest die Daten dort aus. Für Gläubiger:…
  • Insolvenzbekanntmachungen — Insolvenzbekanntmachungen sind amtliche Veröffentlichungen von Insolvenzgeräuchten – Eroffnungsbeschlüsse, Gläubigerversammlungen, Prüfungstermine, Abschlussbeschlüsse. Sie sind unter www.insolvenzbekanntmachungen.de kostenlos abrufbar. Inhalte: Eröffnung des Verfahrens, Name und Anschrift des…
  • Insolvenzforderungen — Insolvenzforderungen sind die Schulden von gestern – alle Forderungen, die beim Start des Verfahrens bereits bestanden. Sie stehen in der Befriedigungsreihenfolge hinten: Erst kommen die…
  • Insolvenzgericht — Jedes Insolvenzverfahren läuft über ein Amtsgericht – das sogenannte Insolvenzgericht. Zuständig ist das Gericht am Wohn- oder Geschäftssitz des Schuldners, genauer: das Amtsgericht im Bezirk…
  • Insolvenzgründe — Drei Gründe, ein Ergebnis: Das Insolvenzverfahren kann eröffnet werden. Zahlungsunfähigkeit – die Rechnungen stapeln sich, das Konto ist leer. Drohende Zahlungsunfähigkeit – es ist absehbar,…
  • Insolvenzmasse — Insolvenzmasse – das ist der Pool, der verteilt wird. Alles pfändbare Vermögen bei Eröffnung plus pfändbarer Neuerwerb. Reihenfolge: Verfahrenskosten zuerst, dann Massegläubiger, dann Insolvenzgläubiger nach…
  • Insolvenzquote — Die Insolvenzquote gibt an, wie viel Prozent ihrer angemeldeten Forderungen Gläubiger am Ende eines Insolvenzverfahrens ausgezahlt bekommen. Sie hängt davon ab, wie viel verwertbares Vermögen…
  • Insolvenzreife — Insolvenzreife ist der Moment, ab dem die Uhr läuft – und zwar für den Geschäftsführer persönlich. Drei Wochen, dann muss der Antrag gestellt sein. Wer…
  • Insolvenzverfahren — Das Insolvenzverfahren ist kein Scheiterhaufen – es ist ein geordneter Prozess. Ziel: alle Gläubiger gleichmäßig befriedigen und für natürliche Personen den Weg zur Restschuldbefreiung ebnen.…
  • Insolvenzverwaltervergütung — Die Treuhändervergütung ist keine Verhandlungssache – sie ergibt sich aus Gesetz und InsVV. Mindestvergütung 300 Euro, steigt mit der Masse. Plus Auslagen und MwSt. Wird…
  • Interimsmanager (in der Insolvenz) — Der Interimsmanager ist der Profi auf Zeit – reingebracht, wenn es brennt. Krisenstabilisierung vor dem Antrag, Unterstützung der Eigenverwaltung, Fortführung nach Verfahrenseröffnung. Oft als CRO…

J

  • Jahresabschluss-Offenlegung — Kapitalgesellschaften sind gesetzlich verpflichtet, ihren Jahresabschluss zu veröffentlichen. Das klingt nach Bürokratie. Es ist eine Haftungsfrage. Wer muss offenlegen: Alle GmbHs, AGs, UGs – unabhängig…
  • Juristische Person — GmbH, AG, Verein – juristische Personen. Rechtlich eigenständig, haftet mit eigenem Vermögen. Im Insolvenzfall wird das Verfahren eröffnet, aber: keine Restschuldbefreiung. Die Gesellschaft wird am…

K

  • Kapitalerhöhung — Die Kapitalerhöhung ist der formale Weg, einer GmbH neues Eigenkapital zuzuführen – gegen Ausgabe neuer Geschäftsanteile oder durch Erhöhung bestehender Anteile. Voraussetzungen: Gesellschafterbeschluss mit 75%-Mehrheit,…
  • Kapitalertragsteuer (KapESt) — Die Kapitalertragsteuer ist eine Quellensteuer auf Kapitalerträge – also auf Gewinnausschüttungen der GmbH an ihre Gesellschafter. Sie beträgt 25% zuzüglich Soli und ggf. Kirchensteuer. Funktionsweise:…
  • Kapitalrücklage — Die Kapitalrücklage ist der Teil des Eigenkapitals einer GmbH, der über das Stammkapital hinaus von Gesellschaftern eingezahlt wird – ohne dass damit neue Geschäftsanteile ausgegeben…
  • Kaufpreisanpassung — Der Kaufpreis im M&A-Vertrag ist selten endgültig. Kaufpreisanpassungsmechanismen sorgen dafür, dass der tatsächliche Wert des Unternehmens zum Übergangszeitpunkt den vereinbarten Kaufpreis beeinflusst. Locked Box vs.…
  • Kleine Selbständige in der Insolvenz — Früher selbständig, jetzt insolvent – die Frage ist: Regelinsolvenz oder Verbraucherinsolvenz? Die Antwort hängt von zwei Faktoren ab: weniger als 20 Gläubiger und keine Schulden…
  • Kleinverfahren (Verbraucherinsolvenz) — Kleinverfahren, Privatinsolvenz, Verbraucherinsolvenz – drei Namen für dasselbe Verfahren. Vereinfacht gegenüber dem Regelinsolvenzverfahren, klarer Ablauf, Treuḧänder statt Insolvenzverwalter. Für Privatpersonen der Standardweg. Für ehemals Selbständige…
  • Konkurs — Konkurs ist das, was Oma sagt, wenn sie Insolvenz meint. Historisch korrekt – die Konkursordnung von 1877 hat das Verfahren über 120 Jahre geregelt. Seit…
  • Kontopfändung — Kontopfändung: PfÜB an die Bank, Konto eingefroren, Guthaben wird abgeführt. Schutz: P-Konto einrichten – Grundfreibetrag ist geschützt. Ab Insolvenzeröffnung: § 89 InsO stoppt alle Einzelvollstreckungen.…
  • Körperschaftsteuer (KSt) — Die Körperschaftsteuer ist die Ertragsteuer der GmbH. Sie beträgt 15% des zu versteuernden Einkommens – zuzüglich Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer. Die effektive Gesamtsteuerbelastung einer GmbH liegt…
  • Kosten der Schiedsgerichtsbarkeit — Schiedsgerichtsbarkeit ist nicht billig. Wer das nicht weiß, erlebt eine unangenehme Überraschung. Kostenhöhe: Bei einem institutionellen Schiedsverfahren nach DIS-Regeln mit einem Streitwert von 1 Million…
  • Kosten der Verbraucherinsolvenz — Kosten der Verbraucherinsolvenz – kurz und konkret: Gerichtskosten: 200–400 Euro in einfachen Fällen, mehr bei höherer Masse. Treuhändervergütung: Mindestvergütung 300 Euro, steigt mit der Masse.…
  • Krisenfrüherkennungssystem (§ 1 StaRUG) — § 1 StaRUG ist eine der unterschätztesten Pflichten im Unternehmensrecht. Jeder Geschäftsführer muss ein Krisenfrüherkennungssystem haben – nicht irgendwann, sondern jetzt. Konkret: Prozesse, Kennzahlen, Eskalationsmechanismen,…
  • Kündigungsschutzklage — Wer eine Kündigung nicht akzeptiert, muss innerhalb von drei Wochen nach Zugang der Kündigung Klage beim Arbeitsgericht erheben – die Kündigungsschutzklage. Wer diese Frist versäumt,…
  • Kurzarbeit — Kurzarbeit ist das arbeitsrechtliche Instrument zur vorrübergehenden Reduktion der Arbeitszeit bei gleichzeitiger Lohnkostenentlastung durch die Bundesagentur für Arbeit. Der Staat zahlt Kurzarbeitergeld, der Arbeitgeber zahlt…

L

  • Lange Anfechtungszeiträume in der Insolvenzanfechtung — Zehn Jahre – das ist der lange Arm des § 133 InsO. Wer denkt, dass er nach einigen Jahren auf der sicheren Seite ist, irrt.…
  • Lastschriften im Insolvenzverfahren — Wer Lastschriften laufen hat, sollte das früh im Blick haben: Der Insolvenzverwalter kann Abbuchungen der letzten sechs Wochen widerrufen – egal ob berechtigt oder nicht.…
  • Letter of Intent — Der Letter of Intent – kurz LOI – ist die Absichtserklärung zu Beginn einer M&A-Transaktion. Er ist kein Kaufvertrag. Er bindet nicht zum Kauf. Aber…
  • Liquidität — Liquidität ist der Puls eines Unternehmens – solange er schlägt, läuft der Betrieb. Wer früh erkennt, dass die Liquidität kritisch wird, hat noch Handlungsspielraum. Wer…
  • Lohnfortzahlung im Krankheitsfall — Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und Entgeltfortzahlung sind dasselbe – der gesetzliche Anspruch des Arbeitnehmers auf Weiterzahlung des Gehalts für bis zu sechs Wochen bei unverschuldeter Arbeitsunfähigkeit.…
  • Lohnpfändung — Lohnpfändung: PfÜB zum Arbeitgeber, der pfändbare Anteil geht direkt an den Gläubiger. Der Arbeitgeber weiß Bescheid – das ist für viele Schuldner der eigentlich unangenehme…
  • Lottogewinn in der Insolvenz — Lottogewinn während der Insolvenz: melden, alles in die Masse. Keine Halbierungsregel. Wer schweigt, verliert möglicherweise die Restschuldbefreiung. Die Kehrseite: Ein großer Gewinn kann das Verfahren…

M

  • Mahnbescheid und Vollstreckungsbescheid — Mahnbescheid: gelber Brief vom Gericht, zwei Wochen Widerspruchsfrist. Kein Widerspruch: Vollstreckungsbescheid. Vollstreckungsbescheid: Titel, Vollstreckung möglich. In der Insolvenz: Vollstreckungsbescheide nach Antragstellung nicht vollstreckbar (§ 89…
  • Massegläubiger — Massegläubiger sind die VIPs der Gläubigerstruktur – sie kommen zuerst. Verfahrenskosten, Verwaltervergütung, laufende Verpflichtungen: Das alles geht raus, bevor normale Gläubiger irgendetwas sehen. Wenn die…
  • MBI (Management Buy-in) — Beim Management Buy-in kauft ein externes Management – das bisher nicht im Unternehmen tätig war – das Unternehmen und übernimmt gleichzeitig die Führung. Es ist…
  • MBO (Management Buy-out) — Beim Management Buy-out kauft das bestehende Management das Unternehmen vom bisherigen Eigentümer. Es ist die häufigste Form der Nachfolge in Familienunternehmen, wenn kein Familienmitglied übernehmen…
  • Mediation — Mediation ist ein strukturiertes, vertrauliches Verfahren zur außergerichtlichen Streitbeilegung. Ein neutraler Dritter – der Mediator – hilft den Parteien, selbst eine Lösung zu finden. Er…
  • Mediationspflicht — Eine Mediationspflicht kann in Gesellschafterverträgen, Satzungen oder Kooperationsvereinbarungen vereinbart werden: Bevor ein Gesellschafter klagt, muss er zunächst ein Mediationsverfahren durchführen. Zweck: Streitigkeiten sollen möglichst außergerichtlich…
  • Mietschulden in der Insolvenz — Kündigungssperre nach § 112 InsO: Vermieter darf wegen Altmietschulden nicht kündigen – ab Antragstellung. Altschulden werden Insolvenzforderung, nach RSB gelöscht. Laufende Miete: Masseverbindlichkeit, muss gezahlt…
  • Mindestlohn — Der gesetzliche Mindestlohn gilt seit 2015 und wird regelmäßig angepasst. Er gilt für fast alle Arbeitnehmer in Deutschland – unabhängig von Branche, Betriebsgröße oder ob…
  • Mittelstandsbauch — Der Mittelstandsbauch ist kein offizieller Steuerbegriff – aber ein Begriff der Praxis für ein reales Problem: Der Einkommensteuertarif steigt in Deutschland bei Einkommen zwischen etwa…
  • Mitwirkungspflicht des Schuldners – auch für Organe — Mitwirkungspflicht bedeutet: vollständige Offenlegung, keine Ausnahmen. Alle Unterlagen, alle Auskünfte, alle Informationen über Vermögen und Verbindlichkeiten. Der Verwalter hat das Recht auf Einsicht – und…
  • Mutterschutz — Mutterschutz ist der gesetzliche Schutz schwangerer und stillender Arbeitnehmerinnen vor gesundheitlichen Gefährdungen und vor Kündigung. Er beginnt mit dem Beginn der Schwangerschaft – aber das…

N

  • Nachtschichtzuschlag und Sonderzuschläge in der Insolvenz — Nachtschicht-, Sonntags- und Feiertagszuschläge: vollständig unpfändbar nach § 850a Nr. 3 ZPO, ohne Höchstgrenze. Kein Abführen, kein Treuhänder. Das ist einer der wenigen echten Vorteile…
  • Natürliche Person — Natürliche Person – das bist du. Und das macht einen entscheidenden Unterschied: Nur natürliche Personen können Restschuldbefreiung bekommen. GmbHs werden aufgelöst und verschwinden. Du nicht.…
  • NDA (Non-Disclosure Agreement) — Das NDA – Non-Disclosure Agreement, auf Deutsch Vertraulichkeitsvereinbarung – ist das erste Dokument, das in jedem M&A-Prozess unterzeichnet wird. Bevor irgendwelche Informationen fließen, schreiben beide…
  • Nebentätigkeit — Nebentätigkeiten sind grundsätzlich erlaubt – Arbeitnehmer dürfen neben ihrer Hauptbeschäftigung andere Beschäftigungen ausüben. Einschränkungen gibt es, aber sie müssen begründet sein. Grenzen: Verboten sind Nebentätigkeiten,…
  • Neuerwerb — Was du während des Verfahrens verdienst oder erbst, gehört zur Masse. Gleichzeitig: Wer neue Schulden macht, schafft Neugläubiger – die kaum eine Chance haben, ihr…
  • Nullplan — Der Nullplan ist der Plan, der scheitern soll. Wer nichts anzubieten hat, legt einen Nullplan vor. Die Gläubiger lehnen ab – fast immer. Und genau…
  • Nullplan – alle Varianten — Der Nullplan ist der Plan, der scheitern soll – und das in drei Varianten. Klassisch: 0 Euro angeboten. Flexibel: pfändbarer Einkommensanteil abgetreten, was bei niedrigem…

O

  • Obliegenheiten (Insolvenzrecht) — Die Obliegenheiten sind die Spielregeln der Wohlverhaltensperiode. Wer sie kennt und erfüllt, kommt durch. Wer sie verletzt, riskiert die Restschuldbefreiung – und damit alles. Die…
  • Ordentliche Kündigung — Die ordentliche Kündigung ist die Regelvariante der Kündigung – fristgerecht, unter Einhaltung der gesetzlichen oder vertraglichen Kündigungsfristen. Sie ist das Gegenstück zur außerordentlichen Kündigung, die…
  • Organhaftung — Organhaftung ist der Oberbegriff für die Haftung von Geschäftsführern und Gesellschaftern gegenüber der Gesellschaft. Sie ist der Kern des gesellschaftsrechtlichen Verantwortlichkeitssystems. Geschäftsführer haften nach §…

P

  • Pfändbarkeit von Kraftfahrzeugen (PKW) — Das Auto gehört zur Insolvenzmasse – grundsätzlich. Aber nicht immer. Wer sein Fahrzeug nachweislich für die Erwerbstätigkeit braucht, kann es schützen. Entweder weil der Arbeitsplatz…
  • Pfändung – Überblick — Pfändung: staatlich angeordneter Vermögenszugriff. Voraussetzung: Vollstreckungstitel. Arten: Lohnpfändung, Kontopfändung, Sachpfändung, Forderungspfändung, Immobiliarpfändung. Schutzinstrumente: Pfändungsfreigrenze, P-Konto, Unpfändbarkeiten nach § 811 ZPO. In der Insolvenz: § 89…
  • Pfändung nach Verfahrenseröffnung — Eröffnung bedeutet: Vollstreckungsstopp. Ab diesem Moment dürfen einzelne Gläubiger nicht mehr ran – kein Pfänden, kein Vollstrecken in die Masse. Und wer im letzten Monat…
  • Pfändungsfreigrenze — Pfändungsfreigrenze ist die rote Linie: was darunter liegt, gehört dir. Was darüber liegt, gehört dem Gläubiger – oder dem Treuhänder. Aktuell rund 1.490 Euro netto…
  • Pfändungsschutzkonto (P-Konto) — Kontopfändung ohne P-Konto: Das Konto ist eingefroren, nichts geht mehr. Mit P-Konto: Der Grundfreibetrag ist geschützt, das Leben läuft weiter. Die Umwandlung läuft über die…
  • Pfändungstabelle — Die Pfändungstabelle bestimmt, was von Ihrem Einkommen gepfändet werden kann – und was Ihnen bleibt. Ein Grundbetrag ist immer geschützt, er wird alle zwei Jahre…
  • Pflichtteilsergänzungsanspruch in der Insolvenz — Pflichtteilsergänzungsanspruch: Erblasser hat in den letzten zehn Jahren verschenkt – Pflichtteil wurde geschmälert – Ergänzungsanspruch entsteht. In der Insolvenz: Dieser Anspruch gehört zur Masse. Der…
  • Privatinsolvenz — Privatinsolvenz ist kein Scheitern – es ist ein Werkzeug. Wer als Privatperson in der Schuldenfalle sitzt, kann diesen gesetzlichen Weg nutzen, um nach drei Jahren…
  • Probezeit — Die Probezeit ist die Phase zu Beginn eines Arbeitsverhältnisses, in der beide Seiten prüfen ob es passt. Sie dauert maximal sechs Monate. Während der Probezeit…
  • Prozesskostenhilfe — Prozesskostenhilfe ist das gerichtliche Äquivalent zur Beratungshilfe – aber für den Rechtsstreit vor Gericht. Bedürftigkeit plus Erfolgsaussichten – dann übernimmt der Staat die Kosten. Im…
  • Prüfungstermin — Der Prüfungstermin ist der Moment der Wahrheit für Gläubigerforderungen. Wer nicht widerspricht, akzeptiert. Wer bestreitet, muss kämpfen – per Feststellungsklage oder Prozessaufnahme. Für Schuldner: Wer…

Q

  • Qualifizierte Nachfolgeklausel — Die qualifizierte Nachfolgeklausel ist das präziseste Instrument der erbschaftsrechtlichen Satzungsgestaltung: Nicht jeder Erbe darf Gesellschafter werden – nur wer bestimmte Voraussetzungen erfüllt. Prinzip: Die Satzung…
  • Qualifiziertes Arbeitszeugnis — Das qualifizierte Arbeitszeugnis ist die vollständige Variante des Arbeitszeugnisses: Es bewertet nicht nur was jemand getan hat, sondern auch wie – Leistung, Verhalten gegenüber Vorgesetzten,…
  • Quote — Siehe → Insolvenzquote.
  • Quotenschaden — Wenn ein Insolvenzantrag zu spät gestellt wird, sinkt die Befriedigungsquote der Gläubiger — das ist der Quotenschaden. Je länger die Antragstellung hinausgezögert wird, desto mehr…

R

  • Regelinsolvenzverfahren — Regelinsolvenzverfahren – das Verfahren für Unternehmen und komplexe Fälle. Kein vereinfachter Ablauf, kein Schuldenbereinigungsplan, kein Treuhänder. Stattdessen: Insolvenzverwalter mit voller Verwaltungs- und Verfügungsbefugnis ab Eröffnung.…
  • Rente und Insolvenz — Rente in der Insolvenz: Arbeitseinkommen gleichgestellt, Pfändungsfreigrenze gilt. Was darunter liegt: sicher. Was darüber liegt: in der WVP an den Treuhänder. Kleine Rente unterhalb der…
  • Restschuldbefreiung — Restschuldbefreiung – das ist das Ziel. Gerichtsbeschluss, Schulden weg, Neuanfang. Wer seine Obliegenheiten erfüllt, kommt dort hin: nach 3 Jahren mit 35 % Quote, nach…
  • Resturlaub — Resturlaub ist der am Ende des Jahres oder bei Ausscheiden noch nicht genommene Urlaub. Was damit passiert, ist einer der häufigsten Streitpunkte im Arbeitsrecht. Grundsatz:…

S

  • Sachwalter — Der Sachwalter ist der Kontrolleur der Eigenverwaltung. Die Geschäftsführung bleibt am Steuer – aber nicht unkontrolliert. Er überwacht Zahlungen, prüft die wirtschaftliche Lage, hat Anfechtungsrechte…
  • Sanierungsdarlehen — Sanierungsdarlehen sind das Instrument der Hoffnung in der Krise – aber sie sind anfechtungsrechtlich vermint. Wer ein Darlehen gibt und es zurückbekommt, bevor die Insolvenz…
  • Satzung — Die Satzung ist das Grundgesetz der GmbH. Sie regelt alles, was nicht schon das GmbHG zwingend vorgibt – und das ist mehr als die meisten…
  • Schiedsgericht — Ein Schiedsgericht ist ein privates Gericht – von den Parteien eingesetzt, mit selbst gewählten Richtern, außerhalb der staatlichen Justiz. Sein Spruch ist vollstreckbar wie ein…
  • Schiedsklausel — Eine Schiedsklausel in der Satzung oder im Gesellschaftervertrag schließt die ordentlichen Gerichte für gesellschaftsrechtliche Streitigkeiten aus und überträgt sie an ein Schiedsgericht. Warum Schiedsgericht? Vertraulichkeit…
  • SCHUFA und Insolvenz — SCHUFA-Eintrag bei Insolvenz – unvermeidlich, aber zeitlich begrenzt. Eröffnung: negativer Eintrag. Restschuldbefreiung erteilt: drei Jahre Löschfrist. Danach sauber. In der Praxis rund sechs Jahre Gesamtbelastung.…
  • SCHUFA-Eintrag löschen – wann und wie — SCHUFA-Löschung: drei verschiedene Szenarien, drei verschiedene Fristen. 1. Schuldnerverzeichnis-Eintrag: 3 Jahre ab Eintragung. Vorzeitige Löschung möglich bei Zahlung + Antrag – aber nur wenn Gläubiger…
  • Schuldenbereinigungsplan, außergerichtlich — Vor dem Insolvenzantrag steht der Versuch, die Sache außergerichtlich zu regeln – das schreibt die Insolvenzordnung so vor. Das bedeutet: Sie legen Ihren Gläubigern einen…
  • Schuldenbereinigungsverfahren — Zwei Stufen, beide Pflicht. Erstens: außergerichtlicher Versuch mit Scheiternsbescheinigung. Zweitens: gerichtliches Verfahren. Erst dann: Insolvenzeroöffnung. Kein Abkürzungsweg. Aber wer die Stufen richtig gestaltet, hat die…
  • Schuldnerberatung — Schuldnerberatung: erste Anlaufstelle bei Überschuldung. Zwei Wege – kostenlose öffentliche Beratungsstellen (Wartezeiten beachten) oder anwaltliche Beratung über Beratungshilfe. Bescheinigungsbefugnis nach § 305 InsO haben beide.…
  • Schuldnerverzeichnis — Das Schuldnerverzeichnis ist die öffentliche Dokumentation der Zahlungsunfähigkeit – einsehbar von jedem, der es wissen will. Banken, Vermieter, Geschäftspartner. Wer dort steht, hat es schwerer.…
  • Schuldnerverzeichnis — Das Schuldnerverzeichnis – auch Vollstreckungsportal – ist ein zentrales Register, in das natürliche und juristische Personen eingetragen werden, wenn sie ihre eidesstattliche Versicherung (frühere Bezeichnung:…
  • Schwacher vorläufiger Insolvenzverwalter — Der schwache vorläufige Verwalter ist die häufigere Variante – und die, bei der der Schuldner noch handlungsfähig bleibt. Formal. Mit Zustimmungsvorbehalt. Das klingt besser als…
  • Selbständigkeit in der Insolvenz — Selbständig und insolvent – kein Widerspruch, aber ein Sonderweg. Das Einkommen aus der Tätigkeit fließt in die Masse. Während der Wohlverhaltensperiode muss der Schuldner zahlen,…
  • Selbstbehalt D&O — Der Selbstbehalt bei der D&O-Versicherung ist der Betrag, den das versicherte Organmitglied im Schadensfall selbst trägt – bevor die Versicherung einspringt. Gesetzliche Pflicht bei der…
  • Series A / B / C — Series A, B, C bezeichnen die Finanzierungsrunden eines Start-ups oder Wachstumsunternehmens. Jede Runde bringt Kapital, verändert die Gesellschafterstruktur und setzt neue Bewertungs- und Governance-Maßstäbe. Seed…
  • Share Deal — Beim Share Deal werden Anteile an einer Gesellschaft gekauft – nicht einzelne Vermögenswerte. Der Käufer übernimmt die Gesellschaft mit allem, was drin ist. Vorteil: Einfache…
  • Solidaritätszuschlag (Soli) — Der Solidaritätszuschlag ist ein Zuschlag auf die Körperschaft- und Einkommensteuer. Er beträgt 5,5% der festgesetzten Steuer. Für natürliche Personen: Seit 2021 ist der Soli für…
  • Sozialplan — Ein Sozialplan ist eine Betriebsvereinbarung zwischen Arbeitgeber und Betriebsrat, die die wirtschaftlichen Nachteile ausgleicht oder mildert, die Arbeitnehmern durch eine Betriebssänderung entstehen. Er ist das…
  • SPA (Share Purchase Agreement) — Der Share Purchase Agreement – kurz SPA – ist der Kaufvertrag bei einem Share Deal. Er ist das zentrale rechtliche Dokument der M&A-Transaktion und regelt…
  • Spaltung — Spaltung ist das Gegenteil der Verschmelzung: Eine Gesellschaft wird aufgeteilt – ganz oder teilweise. Drei Varianten: Aufspaltung – die Gesellschaft wird aufgelöst und ihr Vermögen…
  • Stammkapital — 25.000 Euro. Das ist das gesetzliche Mindest-Stammkapital der GmbH nach § 5 GmbHG. Es klingt nach viel. Es ist in der Praxis wenig – und…
  • Starker vorläufiger Insolvenzverwalter — Starker vorläufiger Verwalter bedeutet: Der Schuldner ist raus. Die Verfügungsbefugnis geht komplett auf den Verwalter über – kein Geld bewegen, keine Verträge, keine Eigenmächtigkeit. Was…
  • StaRUG (Unternehmensstabilisierungs- und -restrukturierungsgesetz) — Das StaRUG ist das Instrument für Unternehmen, die die Kurve noch kriegen können – aber schnell handeln müssen. Voraussetzung: drohende Zahlungsunfähigkeit, keine eingetretene Insolvenz. Wer…
  • Steuererstattung in der Wohlverhaltensperiode — Steuererstattung in der WVP – die Frage kommt häufig. Die Antwort ist nicht: alles weg. Die Antwort ist: es kommt drauf an. Bei gemeinsamer Veranlagung…
  • Steuertransparenz — Steuertransparenz bedeutet: Eine Gesellschaft wird steuerlich nicht selbst besteuert – die Gewinne werden direkt den Gesellschaftern zugerechnet und bei diesen versteuert. Das ist das Gegenmodell…
  • Stiftungsregister — Das Stiftungsregister ist seit dem 1. Januar 2026 das zentrale bundesweite Register aller rechtsfähigen Stiftungen des bürgerlichen Rechts in Deutschland. Davor gab es keine einheitliche…
  • Stille Gesellschaft — Die stille Gesellschaft ist eine Beteiligungsform, bei der der stille Gesellschafter am Unternehmen eines anderen partizipiert – ohne nach außen in Erscheinung zu treten. Sein…
  • Stimmrecht — Das Stimmrecht ist die wichtigste Waffe des Gesellschafters. Wer die Mehrheit hat, bestimmt – in den meisten Fällen. Grundsatz: Das Stimmrecht richtet sich nach der…
  • Stock Option Program (ESOP) — Ein Stock Option Program – oder Employee Stock Option Plan (ESOP) – gibt Mitarbeitern das Recht, Anteile am Unternehmen zu einem vorher festgelegten Preis zu…

T

  • Tabellenforderung — Tabellenforderung – das ist die angemeldete und festgestellte Forderung im Insolvenzverfahren. Festgestellt in der Tabelle bedeutet: Wirkung wie ein rechtskräftiges Urteil. Aus dem Tabellenauszug kann…
  • Tannenbaum-Theorie — Die Tannenbaum-Theorie ist kein Gesetz und kein Urteil – sondern ein Bild aus der Beratungspraxis. Es beschreibt, wie Unternehmensgruppen im Laufe der Zeit wachsen: Die…
  • Tarifvertrag — Ein Tarifvertrag ist eine Vereinbarung zwischen Gewerkschaft und Arbeitgeberverband – oder einem einzelnen Arbeitgeber – über Arbeitsbedingungen: Vergütung, Arbeitszeit, Urlaub, Kündigungsfristen. Er gilt unmittelbar und…
  • Titel (Vollstreckungstitel) – Überblick — Kein Titel, keine Vollstreckung – das ist die Grundregel. Fünf klassische Titelarten: Urteil, Vollstreckungsbescheid, notarielle Unterwerfung, Prozessvergleich, Tabellenauszug. Ab Insolvenzeröffnung: alle gesperrt nach § 89…
  • Transparenzregister — Das Transparenzregister ist ein Register, in dem die wirtschaftlich Berechtigten von Unternehmen, Trusts und anderen Vereinigungen eingetragen werden müssen. Es dient der Bekämpfung von Geldwäsche…
  • Treuhänder (veraltet – heute: Insolvenzverwalter) — Im Privatinsolvenzverfahren ist der Treuhänder dein zentraler Ansprechpartner auf Verwalterseite. Er übernimmt die Masse, verteilt sie an die Gläubiger und begleitet das Verfahren durch die…

U

  • Umwandlungsgesetz — Das Umwandlungsgesetz (UmwG) ist der rechtliche Rahmen für alle wesentlichen Umstrukturierungsmaßnahmen von Gesellschaften: Verschmelzung, Spaltung, Vermögenübertragung und Formwechsel. Vor dem UmwG: Jede Umstrukturierung erforderte Einzelabtretungen,…
  • Umwandlungssteuergesetz (UmwStG) — Das Umwandlungsgesetz regelt die gesellschaftsrechtliche Seite von Umstrukturierungen. Das UmwStG regelt die steuerliche Seite – und die ist oft die entscheidende. Grundsatz: Umwandlungen sind gesellschaftsrechtlich…
  • Unpfändbarkeitsbescheinigung — Gerichtsvollzieher war da, hat nichts gefunden – Ergebnis: Unpfändbarkeitsbescheinigung. Das klingt nach Niederlage, ist aber ein nützliches Dokument. Es belegt die Zahlungsunfähigkeit und kann sowohl…
  • Unterhaltspflichten in der Insolvenz — Insolvenz befreit nicht vom Unterhalt. Laufende Unterhaltspflichten: Masseverbindlichkeiten, vorrangig. Unterhaltsschulden aus der Vergangenheit: Insolvenzforderungen, anzumelden. Pfändungsfreigrenze steigt mit jeder unterhaltsberechtigten Person. Wer absichtlich keinen Unterhalt…
  • Unternehmensbewertung — Was ist ein Unternehmen wert? Die ehrliche Antwort: Was ein informierter Käufer zu zahlen bereit ist. Alles andere ist Theorie – nützliche Theorie, aber Theorie.…
  • Unternehmensregister — Das Unternehmensregister ist die zentrale Online-Plattform für alle unternehmensbezogenen Registerdaten in Deutschland – unter www.unternehmensregister.de. Es ist kein eigenes Register, sondern ein Datenaggregator. Was dort…
  • Unternehmergesellschaft (UG) haftungsbeschränkt — Die UG ist die günstige Eintrittskarte in die Haftungsbeschränkung – kein Stammkapital von 25.000 €, theoretisch ab 1 €. Praktisch sollten zumindest die Gründungskosten gedeckt…
  • Urlaub — Urlaub ist kein Bonus – er ist ein gesetzlicher Anspruch. Der Mindesturlaub nach dem Bundesurlaubsgesetz beträgt 24 Werktage pro Jahr bei einer 6-Tage-Woche, also 20…
  • Urlaubsabgeltung in der Insolvenz und Wohlverhaltensperiode — Urlaubsabgeltung ist kein Urlaubsgeld – und das ist ein wichtiger Unterschied. Kein Sonderschutz nach § 850a Nr. 4 ZPO, keine 500-Euro-Freigrenze. Volle Pfändbarkeit nach §…
  • Urlaubsgeld in der Insolvenz und Wohlverhaltensperiode — Urlaubsgeld in der WVP – kein Freibetrag, aber partiell geschützt. § 850a Nr. 4 ZPO: bis zur Hälfte des Monatsgehalts, maximal 500 Euro unpfändbar. Was…
  • Urteil — Urteil: klassischer Vollstreckungstitel nach § 704 ZPO. Rechtskräftig, vollstreckbar – bis zur Insolvenzeröffnung. Ab Eröffnung: § 89 InsO sperrt die Vollstreckung. Nach RSB: Forderung erlöscht…

V

  • Verbraucherinsolvenzverfahren — Der gesetzlich vorgesehene Weg für Privatpersonen in der Schuldenfalle. Vereinfachter Ablauf, Treuhänder statt Insolvenzverwalter, am Ende Restschuldbefreiung. Voraussetzung: gescheiterter Einigungsversuch. Pflicht, kein optionaler Schritt. Rechtsgrundlagen:…
  • Vereinsregister — Das Vereinsregister ist das amtliche Verzeichnis aller eingetragenen Vereine (e.V.) in Deutschland. Es wird beim zuständigen Amtsgericht geführt – Eintragung ist freiwillig, aber Voraussetzung für…
  • Verfahrensaufhebung — Verfahrensaufhebung – das Gericht schließt das Verfahren. Was danach passiert, hängt vom Verfahrenstyp ab. Verbraucherinsolvenz: Aufhebung löst Wohlverhaltensperiode aus – drei Jahre Obliegenheiten, dann Restschuldbefreiung.…
  • Verfahrenskosten — Insolvenzverfahren kosten Geld – Gerichtsgebühren, Verwaltervergütung. Das geht aus der Masse raus, bevor Gläubiger einen Cent sehen. Reicht die Masse nicht, wird das Verfahren gar…
  • Verfahrenskostenstundung — Wer kein Geld hat, soll deshalb nicht auf seinen Neuanfang verzichten müssen. Die Verfahrenskostenstundung macht genau das möglich: Der Staat streckt die Kosten vor, das…
  • Verlängerter Eigentumsvorbehalt — Der verlängerte Eigentumsvorbehalt ist das Sicherungsinstrument für Lieferanten, die wissen, dass ihre Ware weiterverkauft wird. Einfacher Eigentumsvorbehalt endet mit dem Weiterverkauf. Der verlängerte nicht: Die…
  • Vermögensauskunft (früher: Eidesstattliche Versicherung) — Vermögensauskunft: der Gläubiger will wissen was da ist und wo. Vollstreckungstitel + Gerichtsvollzieher + Formular + Unterschrift. Falsche Angaben: strafbar. Termin verpassen: Haftbefehl möglich. Abwendung:…
  • Vermögensstatus — Vermögensstatus: Aktiva gegen Passiva – die ehrliche Bilanz. Für Unternehmen: Grundlage der Überschuldungsprüfung nach § 19 InsO. Übersteigen die Schulden das Vermögen ohne Fortführungsperspektive: Antragspflicht.…
  • Versagung der Restschuldbefreiung – falsche Angaben im Antrag (§ 290 Abs. 1 Nr. 6 InsO) — Kreditantrag mit geschönten Zahlen, falsche Selbstauskunft, unrichtige Sozialleistungsangaben – wer schriftlich gelogen hat, um Geld oder Leistungen zu bekommen, verliert den Anspruch auf Restschuldbefreiung. Drei-Jahres-Fenster,…
  • Versagung der Restschuldbefreiung – Insolvenzstraftaten (§ 290 Abs. 1 Nr. 1 InsO) — Wer wegen Bankrott, Buchführungspflichtverletzung oder Gläubigerbegünstigung verurteilt wurde, verliert den Anspruch auf Restschuldbefreiung. Fünf-Jahres-Fenster vor dem Antrag oder danach. Rechtskräftige Verurteilung vorausgesetzt – keine Verurteilung,…
  • Versagung der Restschuldbefreiung – Obliegenheitsverletzungen (§ 290 Abs. 1 Nr. 7 InsO) — Die Wohlverhaltensperiode ist drei Jahre Disziplin. Wer sie nicht durchhält – keine Arbeit gesucht, Erbschaft nicht abgeführt, Umzug nicht gemeldet, Geld an Gläubiger direkt gezahlt…
  • Versagung der Restschuldbefreiung – Übersicht (§ 290 InsO) — § 290 InsO ist die Checkliste des Versagens – sieben Gründe, warum die Restschuldbefreiung verweigert werden kann. Kein Automatismus, kein Amtsverfahren. Ein Gläubiger muss beantragen,…
  • Versagung der Restschuldbefreiung – unangemessener Vermögensverbrauch (§ 290 Abs. 1 Nr. 4 InsO) — Wer in der Krise noch auf großem Fuß gelebt hat – Luxus auf Kredit, Glücksspiel, Kreditaufnahme ohne Rückzahlungsperspektive – dem kann die Restschuldbefreiung versagt werden.…
  • Versagung der Restschuldbefreiung – Verletzung von Auskunfts- und Mitwirkungspflichten (§ 290 Abs. 1 Nr. 5 InsO) — Schweigen ist kein Schutz – es ist ein Versagungsgrund. Wer dem Verwalter Informationen vorenthält, Konten verschweigt oder Unterlagen nicht liefert, riskiert die Restschuldbefreiung. Vorsatz oder…
  • Versagung der Restschuldbefreiung – vorsätzliche Gläubigerbenachteiligung (§ 290 Abs. 1 Nr. 4 InsO) — Vermögen versteckt, Schulden vorgetäuscht, Gläubiger ausgetrickst – das rächt sich. § 290 Abs. 1 Nr. 4 InsO versagt die Restschuldbefreiung für vorsätzliche Gläubigerbenachteiligung in den…
  • Verschmelzung — Zwei Gesellschaften werden eine. Das ist die Verschmelzung – das wohl bekannteste Instrument des Umwandlungsrechts. Zwei Wege: Verschmelzung durch Aufnahme – eine Gesellschaft übernimmt die…
  • Versetzung — Versetzung bedeutet: Der Arbeitnehmer soll dauerhaft an einem anderen Ort, in einer anderen Abteilung oder mit anderen Aufgaben eingesetzt werden. Ob das der Arbeitgeber einseitig…
  • Versicherung an Eides Statt / eidesstattliche Versicherung — Das Gericht kann verlangen, dass der Schuldner seine Angaben eidlich bekräftigt – die sogenannte eidesstattliche Versicherung. Wer hier nicht die Wahrheit sagt, riskiert eine Strafanzeige…
  • Vesting — Vesting bedeutet: Anteile oder Optionen werden nicht sofort vollständig übertragen – sie erden über Zeit verdient. Wer früh ausscheidet, behält weniger. Die Logik: Ein Gründer…
  • Vesting Clauses — Vesting Clauses sind die vertraglichen Regelungen, die das Vesting-Prinzip umsetzen. Sie bestimmen wann, wie viel und unter welchen Umständen Anteile vollständig auf den Berechtigten übergehen.…
  • Vinkulierung — Vinkulierung bedeutet: Geschäftsanteile können nur mit Zustimmung der Gesellschaft übertragen werden. Sie ist das wichtigste Instrument, um die Gesellschafterstruktur zu kontrollieren. Ohne Vinkulierung kann jeder…
  • Vollstreckung aus Forderungen aus unerlaubter Handlung nach Ende der Wohlverhaltensperiode — Restschuldbefreiung erteilt – und trotzdem klingelt der Gerichtsvollzieher. Das ist kein Fehler, das ist § 302 InsO. Wer eine Forderung aus vorsätzlicher unerlaubter Handlung korrekt…
  • Vollstreckungsbescheid — Vollstreckungsbescheid: Das Ergebnis ignorierten Mahnbescheids. Gleichgestellt einem Urteil, sofort vollstreckbar. Zwei Wochen Einspruchsfrist ab Zustellung – dann streitiges Verfahren. In der Insolvenz: nach Antragstellung nicht…
  • Vollstreckungstitel — Ohne Titel keine Vollstreckung – das ist die eiserne Regel. Urteil, Vollstreckungsbescheid, notarielle Unterwerfungserklärung, Prozessvergleich. Im Insolvenzkontext: Ab Eröffnung nicht mehr vollstreckbar (§ 89 InsO).…
  • Vorkaufsrecht — Das Vorkaufsrecht gibt einem Gesellschafter das Recht, Anteile, die ein anderer Gesellschafter verkaufen will, zu denselben Konditionen zu erwerben – bevor ein Dritter zum Zug…
  • Vorläufige Insolvenzverwaltung — Zwischen Antrag und Verfahrenseröffnung ist eine gefährliche Phase – viel kann passieren, viel kann verschwinden. Deshalb kann das Gericht sofort einen vorläufigen Insolvenzverwalter einsetzen. Sein…
  • Vorläufiger Gläubigerausschuss — Der vorläufige Gläubigerausschuss ist Machtpolitik in der Frühphase. Wer dort sitzt, hat Einfluss auf die entscheidende Frage: Wer wird Insolvenzverwalter? Einstimmiger Vorschlag des Ausschusses –…
  • Vorpfändung (§ 845 ZPO) — Vorpfändung ist Rangwahrung – schnell und ohne großen Aufwand. Der Gläubiger sichert seinen Platz, bevor der PfÜB fertig ist. Drittschuldner darf nicht mehr zahlen. Aber:…
  • Vorstand, Aufsichtsrat, Geschäftsführer – Abgrenzung — Vorstand, Aufsichtsrat, Geschäftsführer – drei Begriffe, drei Rechtsformen, drei Haftungsregime. Wer sie verwechselt, macht Fehler. Geschäftsführer (GmbH): Geschäftsführungsorgan der GmbH. Bestellung durch Gesellschafterbeschluss, jederzeit widerrufbar.…
  • Vorzeitige Löschung aus dem Schuldnerverzeichnis — Vorzeitige Löschung aus dem Schuldnerverzeichnis: möglich bei vollständiger Zahlung oder Erlass. Benötigt: Eintragungsanordnungsschreiben + Zahlungsnachweis beim zentralen Vollstreckungsgericht. Kostenlos. Wirkung auf SCHUFA: nur wenn Gläubiger…
  • VSOP (Virtual Stock Option Program) — Das VSOP ist die pragmatische Alternative zum echten Stock Option Program: Mitarbeiter erhalten keinen echten Anteil, sondern einen schuldrechtlichen Anspruch auf eine Zahlung, die so…

W

  • Wandelanleihe — Eine Wandelanleihe ist ein Finanzierungsinstrument zwischen Fremd- und Eigenkapital: Der Investor gibt Geld als Darlehen – mit dem Recht oder der Pflicht, dieses Darlehen später…
  • Wandeldarlehen — Das Wandeldarlehen ist das Startup-Pendant zur Wandelanleihe – einfacher in der Struktur, häufig ohne die formalen Anforderungen einer Anleihe, und besonders verbreitet in Frühphasenfinanzierungen. Prinzip:…
  • Wartezeit bei der Schuldnerberatung – und was du tun kannst — Schuldnerberatung voll, drei Monate Wartezeit – das ist die Realität in vielen Städten. Wer wartet, verliert Zeit. Und manchmal Optionen. Der Weg: Wartezeit schriftlich bestätigen…
  • Weihnachtsgeld in der Insolvenz und Wohlverhaltensperiode — Weihnachtsgeld in der WVP – kein Freibetrag, sondern Arbeitseinkommen. Der pfändbare Anteil geht an den Treuhänder. Aber: § 850a Nr. 4 ZPO schützt einen Teil…
  • Weiterbeschäftigungsanspruch — Der Weiterbeschäftigungsanspruch ist das Recht des Arbeitnehmers, nach Ablauf der Kündigungsfrist tatsächlich weiterbeschäftigt zu werden, solange das Kündigungsschutzverfahren läuft. Das klingt nach einer Nebensächlichkeit –…
  • Wettbewerbsverbot des Gesellschafters — Darf ein Gesellschafter der GmbH Konkurrenz machen? Grundsätzlich: Es kommt auf die Satzung und auf die Rolle des Gesellschafters an. Geschäftsführender Gesellschafter: Ihm ist Konkurrenzgeschäft…
  • Wirkung der Feststellung (Tabellenwirkung) — Die Tabellenwirkung ist der juristische Jackpot für Gläubiger: Festgestellt – Urteilswirkung – vollstreckbar. Kein neuer Prozess notwendig, der Tabellenauszug reicht. Für Schuldner ohne Restschuldbefreiung: Die…
  • Wohlverhaltensperiode — Die Wohlverhaltensperiode ist die letzte Phase vor der Restschuldbefreiung. Drei Jahre, in denen der Schuldner seinen pfändbaren Einkommensanteil abtritt und bestimmte Pflichten erfüllt. Wer mitmacht…
  • Wohlverhaltensperiode – deine Pflichten im Überblick — Drei Jahre Wohlverhaltensperiode – sechs Pflichten, die zählen. Wer sie kennt und erfüllt, ist auf der sicheren Seite. Wer sie ignoriert, riskiert alles. 1. Erwerbsobliegenheit:…

Z

  • Zahlungen von Ehegatten in der Krise — Zahlungen an den Ehegatten in der Krise sind eine der klassischen Anfechtungsfallen. § 138 InsO setzt die Vermutung, dass nahestehende Personen den Benachteiligungsvorsatz kennen. Das…
  • Zahlungsunfähigkeit — Zahlungsunfähigkeit ist der Klassiker unter den Insolvenzgründen – die Rechnungen kommen, das Geld fehlt, und daran ändert sich nichts mehr. Ab einer Liquiditätslücke von 10…
  • Zahlungsunfähigkeit – Maßstäbe des BGH — Der BGH hat hier klare Linien gezogen. Wer mehr als 10 % seiner fälligen Verbindlichkeiten nicht bedienen kann, ist zahlungsunfähig – sofern keine realistische Chance…
  • Zeugnisnoten — Zeugnisnoten sind der Schlüssel zur deutschen Zeugnissprache – und wer ihn nicht kennt, liest ein Zeugnis falsch. Die Schulnoten 1 bis 5 werden in Zeugnissen…
  • Zeugnissprache — Zeugnissprache ist das sprachliche System hinter dem deutschen Arbeitszeugnis – eine Kodierung, die für Außenstehende unsichtbar ist, für Personaler aber lesbar wie Klartext. Wer ein…
  • Zugewinnausgleich in der Insolvenz — Zugewinnausgleich in der Insolvenz – zwei Seiten einer Medaille. Bekommt der Schuldner Geld: gehört zur Masse. Schuldet der Schuldner Geld: Insolvenzforderung des Ehegatten. Und wer…
  • Zustimmungsvorbehalt — Der Zustimmungsvorbehalt schränkt die Handlungsfreiheit des Geschäftsführers ein: Für bestimmte Geschäfte braucht er die vorherige Zustimmung der Gesellschafterversammlung. Rechtliche Grundlage: Gesellschafter können dem GF Weisungen…

Ö

  • Öffentlich geförderte Schuldnerberatung (z.B. Diakonie, Caritas) — Öffentliche Schuldnerberatung: kostenlos, kompetent, aber mit Wartezeiten. Zwei bis sechs Monate sind realistisch. Wer nicht warten kann – weil Fristen laufen oder der Druck groß…

Ü

  • Überschuldung — Überschuldung ist der Insolvenzgrund, der häufig übersehen wird – weil das Konto noch nicht leer ist, aber die Bilanz schon nicht mehr stimmt. Mehr Schulden…
  • Überschuldung (juristische Personen) — Überschuldung – den Insolvenzgrund, den viele zu spät erkennen. Das Konto noch nicht leer, aber die Bilanz längst nicht mehr im Lot. Sechs Wochen Antragspflicht.…
  • Überstunden — Überstunden sind zusätzlich geleistete Arbeitsstunden über die vertraglich vereinbarte Arbeitszeit hinaus. Der Anspruch auf Vergütung ist keine Selbstverständlichkeit – er hängt davon ab, ob die…
  • Übertragende Sanierung — Die übertragende Sanierung ist der häufigste Weg, ein insolventes Unternehmen zu erhalten: Das Unternehmen als solches stirbt – aber der Betrieb lebt weiter. Prinzip: Der…
  • Glossar – Arbeitsrecht von A bis Z
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MH Anwälte Rechtsanwaltsgesellschaft mbH

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  • Eigenantrag oder Fremdantrag: Wer handelt früher, hat mehr Optionen 12. Januar 2026
  • Vorläufige Insolvenzverwaltung: Was passiert zwischen Antrag und Eröffnung? 20. November 2025
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