Manchmal ist das Problem nicht das Unternehmen. Manchmal ist es das Management.
Nicht weil es schlecht ist – sondern weil es die falsche Expertise hat. Ein Geschäftsführer, der ein Produkt großartig entwickelt hat, ist nicht automatisch ein Krisenmanager. Ein Vertriebschef, der das Wachstum gebaut hat, ist nicht automatisch ein guter Restrukturierer.
Hier kommt der Interimsmanager ins Spiel.
Was ein CRO macht
Ein Chief Restructuring Officer – CRO – ist ein externer Manager, der in der Krise temporär die Führung übernimmt oder unterstützt. Er bringt Erfahrung aus Restrukturierungsprozessen mit. Er kennt Insolvenzrecht. Er weiß wie Insolvenzverwalter und Sachwalter denken. Er ist neutral gegenüber Gläubigern und Gesellschaftern.
Bei Eigenverwaltung ist ein CRO oft der Schlüssel. Das Gericht will sehen, dass das Management die Lage im Griff hat. Ein erfahrener CRO im Team ist ein überzeugendes Signal.
Wann er kommt
So früh wie möglich. Nicht in der letzten Woche vor dem Insolvenzantrag. Ein CRO braucht Zeit, um die Situation zu verstehen, Stakeholder zu managen, einen überzeugenden Eigenverwaltungsplan zu erstellen.
Wer zwei Wochen vor dem Antrag einen CRO holt, bekommt Feuerwehr. Wer drei Monate vorher kommt, bekommt – zumindest der Chance nach – Strategie.
Rechtsgrundlage: § 270a InsO (Eigenverwaltungsplan).
