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Distressed M&A: Schweizer Group Diecasting (Suzhou) an Beijing Bosa Auto Parts verkauft

Titelbild: Distressed M&A

Ein Distressed M&A Fall aus der Automobilzulieferindustrie

Ein Automobilzulieferer. Eine chinesische Tochtergesellschaft. 65 Mitarbeiter. Ein Käufer aus Beijing. Und ein enger Zeitkorridor, in dem alles geklärt werden musste. Genau in solchen Situationen kommt Distressed M&A zum Einsatz.

Im Juni 2020 wurde die Schweizer Group Diecasting (Suzhou) Co., Ltd. – Tochtergesellschaft der Schweizer Group International GmbH (SGI) – an die Beijing Bosa Auto Parts Co., Ltd. verkauft. Michael Hemmerich hat SGI als Sanierungsgeschäftsführer durch diesen Prozess begleitet.

Ausgangslage und rechtlicher Rahmen

Die Ausgangslage

Die Schweizer Group Global befand sich in der Insolvenz. Insolvenzverwalter Marcus Winkler (WINKLER GOSSAK) leitete das Verfahren. Die SGI – selbst nicht insolvent – war als Muttergesellschaft der chinesischen Einheit in einer anderen Lage: Hier ging es nicht um Abwicklung, sondern um die Frage, wie der Standort in Suzhou mit seinen 65 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern erhalten werden kann.

Das ist der Kern von Distressed M&A: Nicht liquidieren, sondern übertragen. Den Betrieb am Laufen halten, während gleichzeitig Kaufpreis, Übernahme der Belegschaft und rechtliche Rahmenbedingungen in zwei Rechtsordnungen verhandelt werden.

Ablauf der Transaktion

Die Transaktion

Der Käufer – Beijing Bosa Auto Parts – übernahm den kompletten Standort sowie alle Mitarbeiter. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

Berater auf Verkäuferseite (SGI): RolandBerger (Christoph Burckhart, Dr. Jörg Eschmann). Berater auf Käuferseite: Capitalmind (Michael Fabich).

Lessons Learned für Distressed M&A

Was dieser Fall zeigt

Distressed M&A ist kein normaler Unternehmenskauf. Die Zeitachse ist eng, die Informationslage lückenhaft, die Interessenlagen komplex – Insolvenzverwalter, Muttergesellschaft, Belegschaft, Käufer, Berater. Wer in einem solchen Prozess als Sanierungsgeschäftsführer agiert, muss gleichzeitig das operative Geschäft stabil halten und die Transaktion vorantreiben.

Der erfolgreiche Abschluss zeigt: Auch unter Insolvenzdrück sind substanzerhaltende Lösungen möglich – wenn früh genug gehandelt wird und die richtigen Partner am Tisch sitzen.

Michael Hemmerich war als Sanierungsgeschäftsführer der Schweizer Group International GmbH (SGI) an dieser Transaktion beteiligt.

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Michael Hemmerich Rechtsanwalt, Gründer & Geschäftsführer
Rechtsanwalt, Fachanwalt für Handels- und Gesellschaftsrecht und Gründer von mh anwälte. Schwerpunkte: Sanierung & Restrukturierung, Gesellschaftsrecht sowie Distressed M&A.
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